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Sonstiges  Tom Greiter hat das neue Corporate Design der bigBOX Allgäu entworfen und umgesetzt


Geschrieben von Felix Schleinkofer am 21.02.2018

Neue Besen kehren gut. Neue Designs bleiben im Gedächtnis.

Die bigBOX ALLGÄU hat ihr Firmenlogo und Erscheinungsbild weiterentwickelt

Für die meisten Allgäuer symbolisiert die bigBOX vor allem einen Ort für große Konzerte und Showbusiness. Hinter dem markanten Gebäude in der Kemptener Innenstadt steht ein vielschichtiges Unternehmen rund um eines der wandelbarsten und vielseitigsten Veranstaltungszentren Deutschlands. Dieses Unternehmen präsentiert sich der Außenwelt seit Anfang des Jahres in einem etwas anderen Gewand.
Anfang Februar erfolgte die letzte Phase einer umfassenden und gründlich vorbereiteten Anpassung des Corporate Designs an die gewachsenen Unternehmensbereiche der bigBOX. Auffälligste Änderungen sind das abgeänderte Logo und die neue Website. Das Konzept für den Relaunch wurde seit 2016 zusammen mit der Partneragentur GREITER & CIE entwickelt. So entstand nach und nach die Dachmarke bigBOX ALLGÄU, die jetzt die Teilbereiche Entertainment, Hotel, Catering und Conference unter sich versammelt.

Geschäftsführer Tom Greiter ist als Internationaler Betriebswirt auf die Entwicklung von Unternehmen und Marketingmanagement spezialisiert. Der gebürtige Kemptener ist seit fast 25 Jahren als Führungskraft und Unternehmer in verschiedensten Branchen tätig und begleitet seine Auftraggeber kompetent und individuell durch sämtliche Etappen der Projekte. Wir wollten von dem Design- und Medienexperten wissen, welche Tücken so ein Relaunch bereit hält und wie er bei seiner Arbeit das beste Ergebnis erzielt.

Wie geht man als Werbeprofi an so ein aufwendiges Projekt ran? Welche Stationen durchläuft man bei der Implementierung eines neuen Corporate Designs?

Bevor man die optische Veränderung einer „Marke“, also das Logo und seine Gestaltungselemente, angeht, sind einige Vorarbeiten Pflicht. Zunächst interessiert uns der Markt, sprich in welcher Region tritt die Marke in Erscheinung, welche Menschen, welche Zielgruppen sollen angesprochen werden und wie sieht dort der Mitbewerb aus. Dabei interessiert uns natürlich auch, wie die Menschen die Marke bisher wahrgenommen haben, wie bekannt sie dort ist und was sie persönlich mit der Marke in Verbindung bringen. Kurz gesagt, Marktforschung und Marktanalyse. Auf Basis dieser Daten, zusammen mit Analysen und Gesprächen mit dem Markeninhaber, entsteht die sogenannte „Markenpositionierung“, also was ein Produkt oder eine Dienstleistung alles kann, die Alleinstellungsmerkmale und wer angesprochen werden soll. Erst wenn diese „Definition“ der Marke steht, beginnt die Arbeit am Logo und am Corporate Design. Nur wenn ich weiß, was eine Marke wie und für wen aussagen soll, kann ich sie visuell gestalten.

Und wie geht es weiter?

Die weiteren Schritte sind mindestens genauso spannend: Wir untersuchen die einzelnen „Kontaktpunkte“, sprich an welcher Stelle und in welcher Form wird die Gestaltung einer Marke sichtbar: Am Gebäude, im Internet, auf dem Briefpapier, in Anzeigen, Plakaten und Flyern, auf Autos, an der Kleidung… Bei jedem Punkt geht es darum, dass das Logo sofort wiedererkannt wird. Die Regeln zum Einsatz von Logo und Gestaltungselementen – das „Corporate Design“ – sorgen dafür. Mit diesen Informationen startet der Designprozess, der in enger Abstimmung mit dem Kunden das finale Logo und Design hervorbringt. Die größte Herausforderung kommt jetzt: Die Umsetzung der neuen Gestaltung in der Kommunikation. Bei einem Unternehmen wie der bigBOX ALLGÄU geht das nicht von heute auf morgen – wir haben eine Umstellungsphase von fast einem Jahr definiert, in dem Schritt für Schritt alle „Kontaktpunkte“ von alt auf neu umgerüstet werden. Man startet mit den Medien der größten Reichweite bzw. Aufmerksamkeit: Die Website und in diesem Fall das bigBOX Magazin.

Wie wichtig ist das Logo in puncto Design für eine Marke?

Das Logo ist immer der Kern einer Marke, das Herzstück. Damit wird die gestalterische Ausrichtung des gesamten Erscheinungsbildes definiert. Und damit auch die Grundausrichtung der Marke. Ob modern oder verspielt, traditionell oder minimalistisch – jede gestalterische Nuance des Logos wirkt sich auf das Gesamtbild aus und damit darauf, wie sich die Marke positioniert.

Hast Du ein eigentlich ein Lieblings-Markenlogo?

Oh, da gibt es viele! Ein gutes Beispiel, das wir alle kenne: Apple. Pure Schlichtheit, maximale Wiedererkennung und ein glasklarer Bezug zwischen Bildmarke (Apfel) und dem Markennamen „Apple“.

Wie hat sich die Rolle und das Gewicht von Marketing im Zuge des digitalen Zeitalters gewandelt?

Wir werden von Informationen überflutet. Wer kein Profil zeigt, sich mit seiner Marke klar positioniert und crossmedial kommuniziert, wird es immer schwerer haben. Das Marketing selbst wird wichtiger und wandelt sich immer mehr von breit gestreuter Werbung zur direkten Eins-zu-Eins-Kommunikation mit dem potentiellen Kunden. Das digitale Zeitalter eröffnet ganz neue Möglichkeiten, zukünftige Kunden zu erkennen, sie mit den „richtigen“ Botschaften anzusprechen und nach einem Kauf nachhaltig zu betreuen und an die Marke zu binden.

Wenn wir schon dabei sind, in die Kristallkugel schauen und Zukunftsprognosen machen – wie sieht es deiner Meinung nach für Print-Dinosaurier wie dem Allgäu LIVE IN aus?

Ihr seid in jeder Hinsicht ein Unikat und behauptet Euch in diesem digitalen Umbruch richtig gut. Nichtsdestotrotz, um ein bisschen mehr digitale Ausrichtung werdet auch Ihr in Zukunft nicht herumkommen. Aber ich sehe Euch auf jeden Fall „crossmedial“, also das Beste aus beiden Welten vereint.