Sie sind hier

Clubbing  Alcazar - Neueröffnung mit dem CommaKlar-Team


Geschrieben von Felix Schleinkofer am 22.01.2018
Bild: Alcazar

Das Alcazar fest in der Hand von CommaKlar!

17 Jahre hat Frank Linsenbold das Café Alcazar in Ellerazhofen bei Leutkirch geführt. Generationen haben hier gefeiert und die Alltagssorgen für einige Zeit hinter sich gelassen. Diese Ära ging am 13. Januar mit einer großen Abschiedsparty zu Ende. Lange Zeit stand nicht fest, ob und wie es weitergehen wird. Nun ist mit Frieder Blattner (Klangkunst/CommaKlar) und seinem Team ein würdiger Nachfolger gefunden. Nach einigen Umbaumaßnahmen öffnet das „Rasta“ – wie es von den Gästen liebevoll genannt wird – am 23. Februar wieder seine Türen.

Wir haben uns mit dem neuen Betreiber unterhalten und ein paar interessante Ausblicke über die Zukunft des legendären Clubs im Leutkircher Hinterland in Erfahrung bringen können.

Hallo Frieder, für viele war die Nachricht vom Ende des Café Alcazar ein großer Schock. Mittlerweile steht fest, dass das „Rasta“ von Dir und Deinem Team weitergeführt wird. Wie kam es dazu?
Das ist auf jeden Fall dem letzten Pächter Frank Linsenbold zu verdanken. Er hat das in die Wege geleitet, in dem er mich bei den Eigentümern als neuen Pächter vorgeschlagen hat, da er der Meinung war, dass wir das in seinem Sinne weiterführen könnten. Dadurch, dass wir bereits seit acht Jahren einer der Hauptveranstalter im Alcazar sind, kennen wir den Laden, das Team und natürlich die Gäste sehr gut und wissen, wie der Hase läuft. Nach einigen Gesprächen mit den Eigentümern stand dann der Entschluss fest. Natürlich war die Entscheidung nicht leicht, aber eine solche Chance, sich einen Lebenstraum zu erfüllen, bekommt man nicht jeden Tag und nun gilt es diese zu nutzen. In unserer Zeit als Veranstalter haben wir viele Clubbetreiber kennenlernen dürfen und jetzt ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu wagen.
Was macht für Dich das Alcazar-Flair aus?
Ein Club mit einer solch langen Geschichte ist natürlich etwas Besonderes – auch für mich persönlich. Mit über 30 Jahren hat das Alcazar eine sehr interessante Vergangenheit. Die Atmosphäre hier findet man sonst nirgends. Es ist einfach etwas Familiär-heimeliges, wie ich immer schon gesagt hab. Wer hierher kommt, fühlt sich wohl – ein bisschen wie Zuhause. Man kann sich gehen lassen, es wird nicht nach dem Äußeren geschaut, woher Du kommst und wer Du bist ist egal. Und diese Vielfalt spiegelt sich auch im musikalischen Programm wider. Dieses Flair fand ich schon immer toll und das wurde auch über die Generationen so weitergetragen. Sicherlich gab es Zeiten, in denen der Club einen Ruf als Anlaufstelle für Drogen hatte. Hier wurde allerdings in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit einer Sicherheitsfirma hart durchgegriffen, was auch unter unserer Leitung so weitergeführt werden wird. Das Alcazar ist kein Platz, um illegale Drogen aller Art zu konsumieren.
Was wird sich in Zukunft ändern?
Wir wollen ganz bewusst keine 180°-Wende einleiten, sondern die Dinge, die das Alcazar ausmachen weiterführen und erweitern. Mit neuen Konzepten soll auch wieder ein älteres Publikum angesprochen werden, ohne dass die ganz jungen Gäste auf der Strecke bleiben. Natürlich werden wir bis zu Neueröffnung einige Renovierungsarbeiten durchführen und die Gäste dürfen gespannt sein, was sie erwartet.
Wird das Programm in Zukunft direkt von Euch gestaltet oder wird es weiterhin hauptsächlich Gastveranstaltungen geben?
Es wird auf jeden Fall weiterhin Fremdveranstaltungen geben. Nachdem unsere Entscheidung feststand, haben wir hier von vielen Seiten Unterstützung und Anfragen erhalten, wofür wir sehr dankbar sind. Das zeigt auch, dass das Interesse sehr groß ist. Dadurch bleibt das Programm abwechslungsreich und ausgewogen. Natürlich wird auch unsere Commaklar-Reihe weitergeführt. Allerdings in etwa gleichem Umfang wie gewohnt, da das Ganze auch für uns einen großen Zeitaufwand mit sich bringt.
Einen großen Anteil an der schönen Atmosphäre hat das bisherige Team an der Bar, an der Garderobe und am Einlass. Bleibt hier alles beim Alten?
Klar, nach acht Jahren kennt man sich gut und daher sind wir sehr froh, dass so gut wie alle Mitarbeiter dem Alcazar weiterhin treu bleiben. Es fühlt sich natürlich gut an, wenn wir das Vertrauen der Leute haben und nicht bei null anfangen müssen.
Welche Veränderungen bringt die Übernahme für Euer Commaklar Open Air?
Unser Open Air ist natürlich eines der großen Highlights des Jahres und soll weiterhin wachsen. Wir haben bereits einige namhafte Bookings in trockenen Tüchern und rechnen mit vielen Besuchern. Man könnte sagen, dass letztes Jahr eine Art Generalprobe war – dieses Jahr wird es richtig abgehen!
Die wohl spannendste Frage: Wann geht es im Alcazar wieder rund?
Das Re-Opening wird am 23. und 24. Februar stattfinden – natürlich sind die bekannten Gesichter hinter dem DJ-Pult am Start, es wird aber sicher auch die ein oder andere Überraschung geben. Geplant ist, dass am Freitag Einlass ab 16 Jahren und am Samstag Einlass ab 18 Jahren sein wird. Musikalisch wird das Opening von House, Techno bis zu Hip Hop, Trap und Bass eine gewohnt große Bandbreite abdecken.
Was möchtest Du noch loswerden?
An dieser Stelle einen großen Dank für das Vertrauen des bisherigen Betreibers Frank Linsenbold – wir werden was draus machen!

Interview: Markus Maier

New York, Rio, Rosenheim...

Gib eine Stadt bzw. einen Ort ein, um entsprechende Artikel danach zu filtern: