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Konzerte  Jamaram im Künstlerhaus Kempten


Geschrieben von Jacqueline Hoffmann am 21.10.2017
Bild: Jamaram

Jamaram

10.11.2017 - Künstlerhaus/Kempten

Das Künstlerhaus in Kempten hat sich für den 10. November eine Band eingeladen, die sich nicht so richtig in eine Genre-Schublade stecken lassen will: Jamaram machen einen unvergleichlichen Mix aus Reggae, Ska, Latin und Funk, der sich nicht wirklich in Worte, sondern eher in Hörbeispielen erklären lässt. Im Gepäck haben sie neben dem ein oder anderen bekannten Hit auch das neue Album "Freedom of Screech" und die Support-Band Mellow Mark – nicht zu vergessen.

Beim Telefoninterview mit Sänger Tom Lugo haben wir Einblicke in Ihre letzte Kolumbientour bekommen.

Ihr habt ja eine ziemlich treue Fanbase im Allgäu, Eure Konzerte hier sind ja meistens ausverkauft. Woran liegt das?

Es liegt daran, dass im Allgäu ganz musikfreundliche Leute am Start sind und dass wir schon sehr früh im Allgäu gespielt haben. Das Allgäu hat uns ziemlich von Anfang an unterstützt. Ich kann mich daran erinnern, als wir auf dem "Make my day"-Festival gespielt haben in Biessenhofen — das war ein krasses Festival, war ziemlich cool — und seitdem sind wir immer wieder im Allgäu und es läuft gut. Wir haben ja auch in unserer Band Allgäuer. Unser ehemaliger Trompeter kommt aus Buchloe und der jetzige Trompeter, der Daniel, kommt auch da aus der Gegend.

Ihr wart dieses Jahr schon in Kolumbien. Wie war das so? Wie habt Ihr das Land erlebt?

Super, also auf musikalische Reise zu gehen, das ist eine von den Sachen, die wir am liebsten machen. Dann schauen wir verschiedene Länder an und versuchen, sie musikalisch kennenzulernen, indem wir mit Leuten vor Ort Musik machen und auch unsere Mucke mitbringen. Wir suchen Styles, die die Leute vor Ort machen — das Gespräch funktioniert ja eh auf der ganzen Welt — aber wir versuchen mit unserer Mucke die Leute zu erreichen und mit Musikern was zusammen zu erarbeiten, das ist das Coole. Dann funktioniert’s ganz gut. Und das coole an Kolumbien war, dass wir relativ viele Stationen gemacht haben. Wir hatten fünf Stationen, damit wir das Land ein bisschen besser kennenlernen konnten. Wir hatten die Chance, die Geschicklichkeit des Landes kennenzulernen und den Facettenreichtum erleben zu dürfen. Wir waren ja in der Karibik, dann am Pazifik, in Bogota… Und das war einfach cool zu sehen, wie das Land total unterschiedlich ist — das hat man so gar nicht erwartet.

Gab’s da vielleicht eine Begegnung, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ja, auf jeden Fall. Die waren allgemein alle super geil, aber eine noch besonders: Da haben wir in einer Schule gespielt, außerhalb von Bogota und dort sind die Kinder wirklich ausgerastet! Das war so richtig Randale, eine richtig harte Party mit krasser Stimmung und der Laden war vollgestopft mit Kids. Wir haben doch am Ende immer den Kreis: Jamaram aus München in der Mitte, die Leute tanzen drum herum und da kam ein Junge und hat sich in den Kreis gestellt und  war so im Nirvana quasi. Er hat die Auge geschlossen, die Arme nach oben gestreckt und sich einfach so hart weggespaced. Der war wirklich im maximalen Glück der Junge. Das war einfach Wahnsinn. Oder wir haben mal in einem kleinen Laden in Cartagena gespielt, der so brechend voll war und die Leute krass abgegangen sind. Das war so eine richtige tropische Sauna. Aber da war jedes Konzert einzigartig. 

Habt Ihr sowas wie eine Band-Sportart, die Ihr auf Tour dabei habt?

Das wechselt immer ab. Eine Zeit lang sind wir immer viel geklettert. Dann haben wir unsere Boulder-Schuhe mitgenommen und sind dann immer Bouldern gegangen. Schach haben wir eine relativ lange Zeit lang gespielt und Ghetto-Pong. Da werden dann immer zwei von diesen runden Tischen aufgestellt und man muss den Ball von Tisch zu Tisch spicken.

Wer ist dann bei Euch der Schach-König?

Der Sam ist auf jeden Fall der Schach-König. Er hat uns alle auf den Film gebracht und war auf jeden Fall der Initial-Funke sozusagen, der auf uns alle übersprang.

Verlosung:

Wir verlosen 2x2 Tickets und ein Meet&Greet mit Jamaram.

 

New York, Rio, Rosenheim...

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