Delfinarium

Delfinarium

Genre: 
Electro-Indie
Label: 
Audiolith
Vertrieb: 
Broken Silence
VÖ: 
11.05.12
82°C

Waren die nicht mal Electropunk? Elekrtifiziert sind sie durch und durch, von Punk ist musikalisch nicht mehr so viel übrig. Aber mit housigen Beats für die Clubs, Dubstep für Zuhause und groovigen Synthie-Melodien für's Auto im Rücken kann man bestens auf die Konsumgesellschaft scheißen und das kaputte System anprangern: "Alles kopiert und nichts kapiert, denn man muss nichts können, nur konsumiern." Oder gleich zu radikalen Veränderungen aufrufen: "Wirf alles weg, sonst macht es Dich kaputt, der erste Schritt um frei zu sein, erlöst Dich von dem Schrott." Das ist zwar seit Ton Steine Scherben keine neue Erkenntnis, aber vielleicht die hier: "Nicht mal ein müdes Lächeln für Gerüchte und Lügen, denn erst bleibt uns der Wahnsinn und dann das pure Vergnügen." Neben plakativen Forderungen gibt es aber auch verschlüsselte Gesellschaftskritik, sehr tanzbare Beats, eingängige Melodien und einen Elefanten auf dem Cover. 

 

 

Felix Schleinkofer