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Konzerte  Äl Jawala im Künstlerhaus Kempten


Geschrieben von Jacqueline Hoffmann am 20.02.2018

Äl Jawala

16.03.2018 - Künstlerhaus/Kempten

Am 16. März bekommt das Künstlerhaus Besuch von echten Musikpionieren. Denn Äl Jawala waren unter den Ersten, die Club-Beats und Hip Hop mit orientalischen Bläsersätzen kombinierten. Das Ganze ohne Elektronik – denn sie tingelten noch als Straßenmusiker von Freiburg aus durch halb Europa und entfachten auf unzähligen Trommeln und zwei Saxophonen das Feuer einer ganzen Gypsy Brass Band. Im Interview mit Drummer Markus Schumacher erfuhren wir mehr über ihr schwer in Worte zu fassendes Genre und was man als Besucher bei einem Äl Jawala-Konzert dabei haben sollte.

Was bedeutet Euer Bandname für Euch?

Äl Jawala bedeutet "die Wanderer, das fahrende Volk, die Nomaden" und steht für alles, was irgendwie in Bewegung ist. Wir sind ebenfalls gern in Bewegung! Auf Tour, beim Reisen, beim Musik machen – aber auch was die Verbindung unterschiedlicher Musikstile angeht. Im Grunde sagt der Name etwas ähnliches aus wie The Rolling Stones, nur auf Arabisch.

Euer Genre ist ein Gemisch aus Balkan Big Beats, Oriental Vodoo, Tropical Gypsy und Balkan Trance. Was muss ich mir darunter vorstellen?

Wir lieben wilde Bläsermelodien und sind mit Electro-Beats aufgewachsen – da ist also dieses Electro-Feeling in den Beats, aber wir spielen alles live mit Drums und Percussion. Und wir lieben Dancehall, Dub und Reggae – also die karibischen, tropischen Einflüsse. Das sind die wichtigsten Elemente des Äl Jawala-Sounds würde ich sagen. Positiv und tanzbar, aber es gibt da auch noch die dunkle Seiten: Die Voodoo-Momente...

Kann man sagen, dass Ihr mit Eurer Musik eine bestimmte Message zu Euren Fans tragt?

Was Musik an Message transportieren kann, wird durch Worte manchmal kleiner gemacht als es ist. Aber auf dem Cover unseres neuen Albums „LOVERS“  ist ein laufendes Herz zu sehen. Eine bildliche Weiterentwicklung unseres Bandnamens und eine gute Zusammenfassung der Stimmung, die wir mit dem Album verbinden: Offenen Herzens und optimistisch durch die Welt zu gehen, auch wenn es viele Herausforderungen gibt und die Welt um uns herum brodelt.

Hattet Ihr von Anfang im Sinn, Euch gezielt von Pop und Mainstream zu distanzieren?

Hm... Das war keine Idee, kein geplantes Vorgehen. Sagen wir mal so: Wir haben angefangen zusammen Musik zu machen, Musik, die wir geil finden – und es stört uns nicht, dass wir uns damit abseits vom Mainstream bewegen.

Wie sollte sich das Kemptener Publikum am besten auf Euer Konzert vorbereiten?

Packt die Tanzschuhe und Eure besten Freunde ein und feiert mir uns!

 

Interview: Jacqueline Hoffmann

New York, Rio, Rosenheim...

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