Sie sind hier

Konzerte  Turbobier in der kultBOX Kempten


Geschrieben von Jacqueline Hoffmann am 21.10.2017
Bild: Turbobier

Turbobier

10.11.2017 - kultBOX/Kempten

Nach einer erfolgreichen "Das Neue Festament"-Tour im Frühjahr geht der Kreuzzug der Österreicher nun in die zweite Runde: Am 10. November rocken sie die kultBOX in Kempten und lösen eine hemmungslose Feierei aus. Gepriesen wird dem Hopfentee – dem Elexier des Lebens und das so lange, bis keiner mehr kann, denn von WOLLEN ist gar keine Rede.

Wir haben mit Marco Pogo telefoniert und von ihm interessantes Hintergrundwissen zur Bandgründung erfahren. 

Trinkt Ihr auch was anderes als Bier?

Kaum etwas anderes. Wir haben unser eigenes Bier und sind deswegen Selbstversorger und kurbeln den Umsatz auch tatkräftig an. Unser eigenes Bier steht somit ständig auf der Getränkekarte, aber zwischendurch darf es auch mal ein prickelndes Wasser oder ein Kaffee sein. Da sind wir nicht so streng. Wo wir sehr streng sind, sind Biermischgetränke. Bei Radler oder Holunder-Ingwer-Weizen steigen wir aus. 

Was ist das schönste, wenn Ihr mit der Band auf Tour seid?

Das Spielen und das Feiern auf den Aftershowpartys.

Also kennt Ihr da keine Berührungsängste nach dem Konzert noch mit den Leuten abzuhängen?

Nein überhaupt nicht, ich glaub eher die Leute haben Berührungsängste mit uns. (lacht)

Wieviel Zeit vergeht auf Tour beim Warten?

So wie Keith Richards mal gesagt hat: „50 Jahre Rock'n'Roll, 49 Jahre warten“. So ist es bei uns auch, man sitzt halt viel herum und wartet. Wo wir dann wieder aufs Bierthema kommen können, da haben wir dann das eigene mit und können uns die Zeit damit gut vertreiben. Das Warten und das Busfahren ist das, was ein wenig nervt, aber in der Sekunde, wenn der erste Ton von der Bühne kommt und die Leute sich in Ekstase wiegen, ist eigentlich alle Wartezeit und alle Unzulänglichkeiten vergessen.

Wenn Du jemandem Eure Musik zeigen müsstest, der Euch noch garnicht kennt, mit welchem Song würdest Du Dich vorstellen?

Also ich glaube ein guter Querschnitt aus dem Shuffle von Turbobier gibt sich mit den Songs „Fuaßboiplotz“, auch für Nicht-Fußballfans eine Hymne, „Verliebt in einen Kiwara“, ein Kiwara ist ein Polizist und wir haben da ja so ein paar Feindbilder an der Kante. Da sind zum einen Radler als Getränk und die Polizei als Institution. Ansonsten pflegen wir den Wiener Lokalpatriotismus sehr. Vor allem den Simmeringer Lokalpatriotismus, wo wir herkommen und wir lieben die Wiener Donauinsel, deswegen gibt’s da die Hymne „Insel muss Insel bleiben“ da lässt sich sehr schön unsere Einstellung zu dieser Stadt herauslesen. Aber wie gesagt, ich spreche von „Lokal-Patriotismus“. (lacht) 

Wie habt Ihr als Band zusammengefunden?

Eigentlich durch unser tagelanges Abhängen am Schnellimbis Helga, hier in Wien Simmerring. Irgendwann kam uns mal die Idee, wenn wir eine Band gründen, dann müssen wir vielleicht nicht immer für's Bier selbst bezahlen. Das war ein Plan, der eigentlich super aufgegangen ist, weil innerhalb kürzester Zeit haben wir viele Konzerte gespielt und es ist nicht so, dass man da dann nur Gagen bekommt, sondern auch vor allem Bier. Das flüssige Gold floss direkt zu uns zurück, da wussten wir gleich, es war die richtige Entscheidung, um Geld zu kriegen. Inzwischen haben wir ja unser eigenes Bier, das ist noch spannender für uns.

Wie kommt man in Deutschland an Euer Bier?

Also wenn wir spielen haben wir immer ein paar Kisten mit dabei. So den großen Vertrieb haben wir jetzt noch nicht, aber erst gestern fuhr wieder eine volle LKW-Ladung nach München, da haben wir schon ein paar Kneipen, die sagen „wir wollen das unbedingt haben“, weil’s gut schmeckt und gut aussieht. Wir arbeiten dran, um nach und nach auch den deutschen Biermarkt zu erobern. In Österreich steht es schon im Supermarkt und ich bin mir sicher, es wird nicht mehr lange dauern und dann gibt es das auch im Allgäu, Turbobier für Euch.

Habt ihr schonmal im Allgäu gespielt ?

Ja, lustigerweise schon. Wir waren dieses Jahr mit den großartigen LaBrassBanda auf Tour und wenn ich mich recht entsinne, waren wir in Durach. Das war so unsere erste Berührung mit dem Allgäu und wir wurden nicht enttäuscht. Ich erinner mich an viele verschwitzte Allgäuerinnen und Allgäuer vor der Bühne. Da merkt man, im Allgäu lässt's sich gut feiern und um so mehr freuen wir uns auf Kempten.

Grüße an die Turbobier-Fans im Allgäu?

Liebe Allgäuerinnen und Allgäuer, ich würd sagen, wir sehen uns alle am 10. November in Kempten zu einer ordentlichen Bierdusche — einer innerlichen und äußerlichen Bierdusche — und alle, die uns noch nicht kennen, sind herzlich eingeladen sich mal Turbobier live reinzuziehen, denn das verspricht immer eine gute Party zu werden.