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Live In Ausgabe März 2018


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

beim Versuch etwas Unbegreifliches zu verstehen, hat der Mensch verschiedene Strategien entwickelt. Eine wissenschaftliche Herangehensweise ist es, ein Modell zu entwickeln, um im veränderten Maßstab Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Eine andere ist – vielleicht der Einfachheit oder der Bequemlichkeit halber – einfache Regeln aufzustellen. Ob sie zutreffend oder richtig sind, stellt sich dann meist erst im Nachhinein heraus. Aber zumindest hat man sich erst einmal Luft verschafft, um sich mit den äußeren Umständen zu beschäftigen – wenn der Teufel einen Namen hat, ist er nicht mehr furchteinflößend. 

So entstand möglicherweise auch der umfangreiche Schatz sprachlicher Stilblüten, die man als Bauernregeln kennt. Ob sie wirklich auf Erfahrungswerten beruhen, darf angezweifelt werden. Aber zumeist sind sie hübsch gereimt oder wenigstens skurril-amüsant.

Von solchen spekulativen Aussagen allein der Unterhaltung wegen oder aus Mangel an Hintergrundwissen macht man als Redakteur naturgemäß einen Bogen. Doch angesichts des hartnäckigen Winters, der Ende Februar noch einmal seine Daseinsberechtigung unter Beweis gestellt hat, ist uns ein so sympathisches Exemplar der Spezies Allgäuer Bauernregel unter gekommen, das wir Euch nicht vorenthalten möchten:

"Fürchte nicht den Schnee im März,
darunter schlägt ein warmes Herz.“

Mit diesen hoffnungsstiftenden und erwartungsvollen Worten wünschen wir Euch schon jetzt einen schönen Frühlingsanfang und viel Spaß mit der Märzausgabe.


Bleibt romantisch und eigensinnig,

Euer LIVE IN TEAM

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